Jugendlager in Simmerath 2007

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Unser erster Tag im Jugendlager 2007

Huhuuu! Viele liebe Grüße von den 63 Kids aus dem Pfingstjugendlager des Turnvereins Wormersdorf! Nachdem wir uns am Nachmittag - teils mit ein paar kleinen Tränen auf beiden Seiten... (das gehört einfach dazu!) - auf dem Wormersdorfer Dorfplatz von den Eltern und Geschwistern verabschiedet haben, sind wir erwartungsvoll in Richtung Simmerath abgedüst.

Die Fahrt war auch schon ein Erlebnis für sich, denn wir sind in einer echten "Kolonne" mit einem großen Bus, zwei kleinen Bussen, einem eigenen Gepäckbus sowie zwei privaten Kleinbussen mit weiterem Gepäck und Zelten gefahren. Da konnte man sich gegenseitig immer lustig zuwinken. Vor allem Michaela hatte im großen Bus sehr viel Spaß, weil die Kinder so brav und so leise waren. Wahrscheinlich braucht sie aber jetzt ab nächste Woche ein Hörgerät...

Na ja, wie dem auch sei. Jedenfalls verlief die Busfahrt ansonsten in erwartungsvoller Stimmung und ohne größere Zwischenfälle. Schließlich hatten wir die Fahrt und das ganze Lager ja auch unter Befolgung der Gesetze der Wahrscheinlichkeit vorbereitet: Christiana hatte ganz viele ****tüten mitgenommen, falls Jemandem im Bus schlecht wird und deshalb ging wohl schließlich auch alles gut. Obwohl der ein oder andere, zum Beispiel Daniel, während der Fahrt schon sein ganzes Reiseproviant aus dem blauen Rucksack mit dem Walfisch drauf aufgegessen hat...

Zeltaufbauen macht Spaß, ist aber anstrengend! Als wir hier angekommen sind, hat uns die schöne Landschaft sofort gefallen und es war auch noch schön warm und trocken (und das ist es bis jetzt 22.30 Uhr noch!). Weil es ein wenig gedonnert hat, haben wir uns dann beeilt, ganz schnell unsere Zelte aufzubauen. Und das war wirklich ein gutes Stück Arbeit, vor allem für die Betreuer (Besonderes Dankeschön an Peter, Michael, Christiana, Conny und Michaela). Zum Glück hat alles fein geklappt und wir haben alle Schnüre und Heringe und alles Zubehör so sortiert, dass die rund 30 Zelte nach ein paar Stunden dann bezugsfertig waren. Außer das Zelt vom Frank, denn der hat sich besonders viel Mühe dabei gegeben und hat eineinhalb Stunden gebraucht... Weil er ab und an nachts schon mal schnarcht, musste er außerdem sein Zelt ein wenig Außerhalb des Lagers aufstellen. Mit vereinten Kräften haben wir dann sogar noch das große Gemeinschaftszelt aufgestellt, obwohl der Lagerhund "Leica" eigentlich immer im Weg stand und plötzlich verschwunden war. Wir haben ihn dann aber unter dem Zelt schließlich wieder gefunden...

Das fleißige Küchenteam (Kurt, Frank und Hermann-Josef) hat sich währenddessen schon mal in der Küche eingerichtet. Von dem Zelteaufbauen haben wir dann alle sehr großen Hunger bekommen und auf dem Grill ein paar Würstchen zur Stärkung und als Abendessen gegrillt. Dazu gab's Kartoffelsalat und Nudelsalat. Danach hat Michael den Kids die Lagerregeln erklärt. Vor allem das mit der strengen Mülltrennung... Aber das kennen die Kinder doch sicher von zu Hause, oder?

Hmmm! Würstchen vom Grill! Pünktlich zum Essen waren auch die letzten berufstätigen Betreuer-Nachzügler eingetroffen (Hans und Andrea), die furchtbar froh waren, dass das Lager bei ihrer Ankunft nicht unter Wasser stand. Unterwegs von Wormersdorf waren sie nämlich von einer Regenschauer in die nächste gefahren. Bei uns hier ist aber alles trocken geblieben und man sieht jetzt sogar den Mond am Himmel... Mittlerweile sind auch schon einige Kinder an Heimweh erkrankt, aber ein bisschen geht es uns ja allen so und deshalb trösten wir uns gegenseitig. Stimmt's, Miriam? (Sie hat gerade übrigens keine Zeit, weil sie mit Michaela und Conny das Hundequartett spielt...

Sooo. Jetzt sind die meisten von uns schon ganz schön müde und wir müssen noch eine Mütze Schlaf einholen, damit wir morgen früh schön ALLE beim Morgenlauf mitmachen können. Denn wer mitmacht, bekommt ein tolles VIP-Frühstück. Außerdem möchten wir morgen noch auf Schatzsuche gehen und die Betreuer wollen uns ein paar Märchen vorspielen. Außerdem wollen wir am Lagerfeuer ein bisschen kokeln, Tischtennis und Fußball spielen und und und. Drückt uns die Daumen, dass es trocken und warm bleibt!

Liebe Grüße aus Simmerath!

Kleiner Nachtrag: 23.50 Uhr: Leider schüttet es jetzt wie aus Kübeln... :-((( Ihr müsst besser Daumen drücken!

 

Unser zweiter Tag im Jugendlager 2007

In der Nacht auf Samstag hat es noch ein bisschen geregnet, aber so schlimm wie in Berlin oder Trier war das Unwetter hier auf keinen Fall. Wir saßen so lange noch ein Weilchen im Gemeinschaftsraum zusammen und haben gewartet, bis das Gewitter mit Blitz und Donner weiter gezogen war. Danach sind die meisten wieder in ihre Zelte zum Schlafen gegangen. Wer übrigens nachts die Toilette aufsuchen musste und am "Ghetto" vorbei kam, der Residenz derjenigen Betreuer, die sich ein wenig außerhalb des Zeltplatzes angesiedelt hatten, der konnte den Grund für diese Maßnahme deutlich hören. Und Frank und Sepp ließen es sich zur Freude der "Nachteulen" nicht nehmen, ein interessantes und lautintensives "Schnarchkonzert" zu geben...

Nach einer sehr kurzen Nacht (manche Betreuer bekamen wegen der Nachtwache leider nur drei Stunden ab) wurden wir im Pfingstjugendlager sogar von der Sonne geweckt. Mit dem Morgenlauf wurde es dann aber leider trotzdem nix mehr, weil wir alle einen Mordshunger hatten und mit dem Frühstücken nicht mehr warten wollten. Für das Frühstück wollte ein "Lagerer" beim Hans einen Becher leihen. Hans fragte: Woraus hast Du denn gestern getrunken? "Gestern hatte ich so einen Becher, wo man Almosen mit sammelt". Hä? Na ja. Vielleicht war's irgendeine Dose...??? Dank des sonnigen Wetters wurde der Samstag jedenfalls ein richtig schöner Tag. Die Tischtennisplatte war ebenso dauernd belegt wie das kleine Fußballtor, das wir auf einer Wiese aufgebaut hatten. Ein Highlight war für alle Kids, denen bei ihren geheimen Mitternachtspartys offenbar die Süßigkeiten und Getränke ausgegangen waren, eine "Wanderung" in den Ortskern von Simmerath. Mit 25 Lagerern wanderten Andrea, Conny und Peter in den Ortskern zum Einkaufen. 20 Minuten dauerte der beschwerliche Aufstieg dorthin. Aber dafür wurden sie dann mit dem großen Süßigkeiten-Angebot im Lidl belohnt. Und ein "Lagerer" kaufte sich sogar ein tolles ferngesteuertes Rennauto. Danach ging es wieder zurück ins Lager, wo schon die Vorbereitungen für das Mittagessen in die "heiße Phase" gingen. Michael und Christiana verbrachten parallel eine gemütliche Stunde in einem Cafe in Simmerath, um frische Brötchen abzuholen sowie etliche Megabites an Fotos per UMTS auf die Website zu laden. Im Lager selbst haben wir nämlich weder Handyempfang, noch die Möglichkeit Daten ins Internet zu laden. Deshalb gibt's leider nur einmal am Tag News von unserem Lagerleben.

"Chefkoch" Kurt und seine Gehilfen Sepp (Hermann-Josef) und Frank hatten für uns heute Nudeln mit Hackfleischsauce sowie Gurken vorbereitet und offenkundig hat es den meisten ganz gut geschmeckt. "Nach dem Essen sollst Du ruh'n" und deshalb haben wir alle eine ausgedehnte Siesta gehalten. Vor allem Michaela, die ja von der Hinfahrt im großen Bus noch immer ein wenig geschafft und hörtechnisch beeinträchtig war. Christiana und Peter "bewachten" solange den Zeltplatz und passten auf, dass die herumkraxelnden Kids nicht zu arg die Hänge herunter fielen und andere nicht zu wüst mit den Stöcken um sich warfen, mit denen sie in dem kleinen Bach direkt am Lager einen Staudamm bauten.

Peter betätigte sich schließlich noch gekonnt als "Richter Peter Klotz" und klärte in einem spannenden und langwierigen gerichtlichen Verfahren mit allerlei pädagogischen Tricks, wer das letzte Paar Socken von Benedikt im Lagerfeuer verbrannt hatte. Christiana stoppte währenddessen ein anderes Grüppchen, das mit kokelnden Ästen vom Lagerfeuer in den Wald unterwegs war. "Was wollt ihr denn damit?" "Och,nur den Wald anzünden...". Klar, dass es ein heftiges Donnerwetter gab... Als gelernte Streitschlichterin hatte auch Andrea alle Hände voll zu tun im "Ungewollt-mit-Deo-angesprüht-Streitfall" zwischen dem kleinen Alexander und Benjamin mit Marvin. Nachdem sie alle Beteiligten nach ihrer Sicht der Dinge befragt hatte, kam es zu einem schönen Happyend mit Shake-Hands und allseits zufriedenen Gesichtern.

Ansonten genossen alle den Sonnenschein und vor allem die Mädels nutzen die Gelegenheit zum Sonnenbaden. Andere machten ein kleines oder größeres Schläfchen. Miriam wurde heute leider von ihren Eltern abgeholt, weil das Heimweh einfach zu groß war. Ganz liebe Grüße von allen Lagerern an Dich und Deine Eltern! Ein Highlight am Nachmittag war das Geländespiel von Andrea, Conny und Michaela: Das Team "Minenbesitzer" (kenntlich an den tollen roten Armbändern) hatte Goldbarren versteckt, die das Team "Räuber" erfolgreich zu stehlen versuchte. Als Preise gab's für alle Süßigkeiten und Armbänder. Und dann regte sich bei vielen schon wieder der Hunger und Hans und Frank legten fleißig Würstchen auf den Grill, während Kurt und Sepp in der Küche gleichzeitig ein Blech Salami-Pizza zauberten.

Nach dem Essen ging es gleich weiter im Programm mit einer tollen "Märchen-Ratestunde": Die Frauen unter den Betreuern (Christiana, Michaela und Andrea) hatten unter Leitung von Conny die Männer (Hans, Michael, Kurt, Sepp, Frank und Peter) wirklich sehr kreativ und originell verkleidet. Als Dornröschen, Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Rumpelstilzchen oder Die Bremer Stadtmusikanten präsentierten die Betreuer verschiedene Märchen, die die Kids mit viel Spaß erraten mussten. Meistens waren die Verkleidungen so gut, dass die "Schauspieler" bereits erraten wurden, als sie gerade zur Tür herein kamen. Ein kleiner Höhepunkt war vor allem der Auftritt von Frank als Rotkäppchen mit dem Lagerhund "Leica" als "Böser Wolf", wobei hier wirklich zwischen beiden Schauspielern und ihren Rollen eine erhebliche Diskrepanz bestand... Leider fing es jedoch während der Vorstellung im überdachten Gemeinschaftsraum wieder kräftig an zu regnen. Nach dem Märchenraten wagten sich manche Kids trotzdem nach Draußen und wurden ziemlich nass... Also: Wir Betreuer glauben ja inzwischen, dass die Kinder einfach furchtbar viel Spaß daran haben, besonders dreckig und nass zu werden...

Nach dem Märchenraten arbeiteten Michael und Peter mit Hochdruck daran, den "Kinosaal" im großen Gemeinschaftszelt herzurichten, wo anschließend vor einem wirklich mucksmäuschenstillen jungen Publikum der Film "Shrek 2" vorgeführt wurde, während draußen die Regenschauer recht schnell zu Ende ging. Danach ging es dann ab ins Bett nach einem wirklich ereignisreichen und überwiegend sonnigen und warmen Tag. Nach einigen kleineren Herausforderungen (zum Beispiel eine kleine Zeckenbehandlung bei einem "Lagerer") konnten auch die Betreuer endlich in ihre Kojen fallen. Gott sei Dank und gute Nacht!

Erst mal ankommen!

Unser dritter Tag im Jugendlager 2007

Heute morgen sind wir zwar nicht von der Sonne gweckt worden, aber dafür hat es wenigstens nicht sofort geregnet... Nach dem Frühstück haben wir alle schnell unsere Taschen gepackt und haben uns fast in kompletter Mannschaft auf den Weg ins Schwimmbad gemacht. Nur ein "Lagerer" musste leider bei Kurt und Frank und Leica bleiben, weil er keine Badehose dabei hatte. Aber dafür hat er dann versucht, Lagerhund Leica zu dressieren und hat mit dem Küchenteam zusammen gekocht und von seinen Schlagzeugerkünsten berichtet.

Der Weg zum Schwimmbad war für die "Lagerer" ein bisschen beschwerlich, weil wir zuerst zu Fuß nach Simmerath laufen mussten und es auf dem Weg ständig bergauf geht. Und dann hat es auf den letzten Metern leider auch noch ganz stark angefangen zu regnen. Na ja, aber im Schwimmbad ist es ja auch nass... In Simmerath hat uns dann ein Bus abgeholt und ins Schwimmbad nach Monschau gebracht. Erstaunlicherweise hatten tatsächlich alle ihre Badesachen dabei und so ging es rein ins kühle Nass. Besonders cool war natürlich die lange grüne Rutsche (die Jungs haben sich vor dem Rutschen die Badehose runter gezogen, weil sie ohne Stoff schneller rutschen konnten...), die Wärmelampen im Obergeschoss und der Whirlpool, der fast die ganze Zeit von unseren "Lagerern" besetzt war. Einige Jungs haben sogar die Sauna ausprobiert...

Insgesamt waren alle sehr sehr brav im Schwimmbad und auch das "Einsammeln" vor der Heimfahrt ging problemlos vonstatten. Nachdem alle wieder ihre Schuhe und Socken wiedergefunden und angezogen hatten, hat uns draußen wieder der Bus abgeholt und wir sind zurück nach Simmerath gefahren. Auf dem Fußweg zurück ins Lager hatten wir alle schon großen Hunger. Zum Glück hat es nicht mehr geregnet und jetzt ging es ja bergab. Auf dem Zeltplatz hatte das Küchenteam schon ein ganz tolles Essen vorbereitet: Kartoffeln mit Rahmsauce, panierte Putenschnitzel und Erbsen mit Möhrchen. Das war sehr lecker. Zum Nachtisch gab's Bananen.

Michael hat nach dem Essen fast zwei Stunden in Simmerath verbracht, um die Fotos von Samstag ins Internet zu laden... Außerdem hat er die Gästebucheinträge der Eltern heruntergeladen, ausgedruckt und mitgebracht und uns auch noch Eis mitgebracht (weil der Lidl ja sonntags leider zu hat). Hmmm! Lecker! Vielen Dank lieber Michael! Die Kids haben sich dann neugierig die Nachrichten der Eltern durchgelesen und manche haben auch Briefe zurück geschrieben. Die hat Christiana dann in den Computer getippt, damit wir sie heute Abend ins Internet stellen können. Sorry, leider dauert das immer so lange, weil wir dafür ja auf den Berg fahren müssen. Hier im Lager haben wir kein Handynetz und das UMTS hat auch kein Netz.

Außerdem wurde wieder fleißig Tischtennis und Fußball gespielt, am Lagerfeuer gekokelt und in den Berghängen herum geklettert. Zum Glück hat es nicht geregnet und zwischendurch kam immer mal wieder die Sonne heraus. Vor lauter Geselligkeit haben die Mädchen übrigens schon ein Zelt abgebaut, weil sie lieber zu acht zusammen im Zelt übernachten wollten... Heute Abend machen wir einen bunten Abend, den Conny, Michaela und Andrea vorbereitet haben. Hoffentlich gibt es heute Abend mal keinen Regen, damit wir eine Nachtwanderung machen können! Morgen müssen wir dann ziemlich früh aufstehen, frühstücken und die Zelte abbauen, denn mittags gegen 13.30 Uhr kommt ja schon der Bus, um uns nach Hause zu fahren. Die meisten Kinder freuen sich schon auf Ihre Eltern, Geschwister und Freunde, aber sie haben hier auch viel Spaß und sind sicher auch ein bisschen traurig, wieder nach Hause zu fahren. Aber das könnt ihr unten ja selber nachlesen, denn die Nachrichten der Kids sind da sehr aufschlussreich...!Das Küchenteam Hermann-Josef, Kurt und Frank (von links) beim Zaubern von lukullischen Genüssen...!

Bis morgen in Wormersdorf!

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